Mittagsbetreuung: Absagen sind keine Lösung

von Nathalie, Generalrätin

Wortmeldung GnR-Sitzung vom 06.05.2024

Guten Abend miteinander

Am Wochenende habe ich diese Passage in einer Unterhaltung aufgeschnappt: «Ich bin froh, dass wir bis Mitte April erfahren haben, ob das mit dem Platz in der ASB klappt, dann hätte ich noch genügend Zeit für die Kündigung gehabt, bis das Schuljahr anfängt» und weiter: «ich kann meinen Sohn ja nicht in die Gefriertruhe stecken.»

Es braucht etwas Kontext um diese Aussage und die Problematik dahinter zu verstehen. Wie einige von Euch vielleicht mitbekommen haben, können im Schuljahr 2024/25 nicht allen Familien Mittagsbetreuungsplätze zur Verfügung gestellt werden. 2 Kindern am Dienstag und sogar 10 Kindern am Donnerstag musste abgesagt werden.

Gemäss Auskunft von der zuständigen Gemeinderätin scheitert es sowohl an den räumlichen als auch an den personellen Kapazitäten und, der Gemeinderat hat entschieden hier bis zum neuen Schulhausbau keinen Ausbau der Betreuungsstrukturen vorzunehmen.

Wir müssen davon ausgehen, dass sich das Problem weiter zuspitzt und bis zum Bau des neuen Schulhauses Jahr für Jahr dasselbe bangen und hoffen für die Eltern losgeht. Für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist aber eine intakte Betreuungsstruktur und ein verlässliches Angebot unumgänglich.

Wir konnten dem letzten Gemeindeblatt entnehmen, dass die Kita Balthasar noch freie Plätze hat und auch bei den anderen Kitas besteht noch Kapazität. Hat sich die Gemeinde überlegt, ob hier für die jüngeren Kinder eine Mittagsbetreuung möglich wäre, wie dies in anderen Gemeinden der Fall ist? Welchen Zeithorizont hat das Projekt Kinderrestaurant in diesem Zusammenhang? Gibt es Bestrebungen mit der Zivilbevölkerung Lösungen aufzubauen? Ich denke z.B. an Senioren, die einen Mittagstisch im Hasliwegschulhaus oder im BZ betreuen könnten?

Aus meiner Sicht kann es nicht sein, dass die Gemeinde das Problem für weitere 5 Jahre vor sich hin- bzw. den Eltern zuschiebt. Es braucht kreative Lösungen, denn selbst wenn es manchmal praktisch wäre – einfrieren können wir unsere Kinder nicht.

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